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Internationales Konzert in Halbturn

Austauschprojekt mit Musikschulen aus Bratislava, Budapest und Brünn.

Am Freitag, den 4. April 2025 um 17 Uhr feierte die Musikschule Frauenkirchen die Partnerschaft mit den Musikschulen ZUŠ Jana Albrechta Bratislava, Ferenc Farkas Zeneiskola Budapest ZUŠ Jaroslava Kvapila Brno in einem Austauschkonzert im Gemeindezentrum Halbturn. Unter dem Motto Unsere gemeinsame Geschichte verbindet uns wurde der Austausch vor mittlerweile 12 Jahren begonnen. Mit einer Unterbrechung in der Corona-Zeit übernimmt jedes Jahr eine andere Musikschule die Gastgeberschaft.

Als Ehrengäste durften wir die Landesrätin Daniela Winkler, den Halbturner Vizebürgermeister Gerald Knöbl, Bürgermeisterin Michaela Wohlfart (Podersdorf), und die Bürgermeister Ernst Oroszlan (Wallern) und Philipp Pelzer (Andau) begrüßen.

Das Programm des Abends war abwechslungreich und breit gefächert. Als einen Gruß an die gemeinsame Geschichte startete das Holzbläserquintett mit einem Werk des böhmischen Komponisten Antonio Rosetti. Die preisgekrönte Oboisten Hannah Sachslehner war am Englischhorn zusammen mit Marie-Theres Allacher (Oboe), Isabella Riepl (Flöte), Emilia Beck (Klarinette) und Mykola Sheremet (Fagott) zu hören. Die Ensembles der Musikschule Frauenkirchen bildeten sozusagen den Rahmen des Konzertes. Das Blockflötenensemble unter der Leitung von Karin Pölzer nahm uns auf eine Reise durch Italien, England und Deutschland mit. Das Gitarrenorchester unter Bernd Heinrich präsentierte das stimmungsvolle schottische Liede The water is wide.

Aus der Musikschule Jana Albrechta im Herzen Bratislavas besuchte uns die Direktorin Lucia Celecová mit einem abwechslungsreichen Programm: zunächst wurden wir durch die Klänge des Klaviers in die Zauberflöte und in den Zirkus entführt. Auf der Altblockflöte hörten wir, wie Antonio Vivaldi einen Meeressturm musikalisch darstellt. Einen wilden Tanz - wie von der Tarantel gebissen – musizierte ausgesprochen virtuos ein junger Gitarrist. In der Arie von Mozart wurden die Gefühlsstürme der Liebe besungen, ein slowakisches Lied handelte von einem Falken.

Béla Németh, der Leiter der Ferenc Farkas Musikschule Budapest, ließ uns in die Musik Ungarns eintauchen. Zu Beginn stand eine Szonatina des berühmten Komponisten Béla Bartók. Der Gitarrist Zoltán Bendegúz Szabó spielte sogar seine eigene Komposition: einen temperamentvollen Tango. Eine weitere Tarantella hörten wir auf dem Cello. Den Abschluss bildet das Flötentrio von Laszlo Zémpleni.

Viel Kammermusik hatte Jan Ondrejka, der Direktor der Musikschule Jaroslava Kvapila in Brünn im Gepäck. Die 11-jährige Pianistin Anna Krajčova startete ganz exklusiv mit dem Klavierkonzert f-Moll von Johann Sebastian Bach. Anschließend folgten Vorspiel und Walzer von Dmitri Schostakowitsch. Abschließend reisten wir zurück in die Vergangenheit der 80er Jahre mit dem Popsong The Final Countdown.

Im letzten Block war wieder die Musikschule Frauenkirchen an der Reihe: das Schlagzeugsolo Waltz for a clown von Manuel Michlits wurde vom Publikum mit tosendem Applaus gefeiert. Ebenso der mächtige Klang der Celebration Ouverture, gespielt vom SJBO next generation unter der Leitung von Günther Kleidosty. Auch die Titel Mission Impossible und Don’t stop me now sorgten trotz der Länge des Konzertes für Begeisterung.

Die Hymne Freude schöner Götterfunken von Ludwig van Beethoven, bei der Musiker:innen aller vier Musikschulen gemeinsam musizierten, sorgte für den wohl erhebendsten Moment des Abends.

Landesrätin Daniela Winkler zeigte sich von den musikalischen Darbietungen beeindruckt: „Dieses Konzert zeigt uns, wie sehr die Musik über die Landesgrenzen hinaus verbindet. Gemeinsames Musizieren und gemeinsames Singen ist ein besonderes Erlebnis. Joseph Haydn hatte einst schon gesagt: Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt.“ Diese Aussage unterstreicht, dass Musik geografische, kulturelle und sprachliche Barrieren verschwinden lässt. Sie verbindet die Menschen und sie ist friedensstiftend.

Das Projekt wurde durch das Landesjugendreferat gefördert.

Herzlichen Dank an die Gemeinde Halbturn für die wunderbare Location!

Dankeschön auch an alle Helfer bei Übersetzungen und in der Betreuung und Bewirtung der Gäste und Konzertbesucher! Ihr habt das Konzert zu einem wahren Fest gemacht!

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